Rechenschaftsbericht zu 2018

Rechenschaftsbericht zu 2018 (MV am 8.4.19)

1.Erhalt und Betrieb des Museums

Finanzpolster dank Stadtzuschuss (1500 €), den wir z.T. für Schadensbeseitigung (Infrarot-Wärmer, Frau Scheerer) gebraucht haben. Aber wir müssen weiterhin mit Pilzbefall rechnen. Die Luftfeuchtigkeit in Kirche beträgt immer wieder 70%, so auch momentan. An der Bücher-Vitrine haben wir eine kostenneutrale Lösung mit eigenem Heizstrahler installiert und damit die Luftfeuchtigkeit auf 50-60% gedrückt. Aber das Problem der hohen Luftfeuchtigkeit betrifft die ganze Kirche. Pfarrerin Mielke arbeitet zusammen mit ihrem Kirchengemeinderat an einer Lösung. Möglicherweise benötigen wir Geld für mögliche Installationen.

Wegen der Gefahr des Pilzbefalls haben wir in der MV vor einem Jahr beschlossen, die frisch gereinigten ausgeliehenen Lutherbibeln und weitere wertvolle Bücher ans Dekanat zurückzugeben. Statt dessen haben wir jetzt alte Bibeln (vor 1800) ausgestellt, die von Vereinsmitgliedern (Gröger, Kreiselmeier) ausgeliehen sind. Die Dekanatsbibeln waren Museumsstücke, die jetzt ausgestellten Bibeln sind Lebenszeugnisse. Da ist z.B. in einer Bibel im Einband aufgeführt, wie sie innerhalb der Familie vererbt wurde. Oder da wird z.B. ein Darlehen an die Kirchengemeinde festgehalten. Bei einer Bibel ist der Einband stark beschädigt, wie es eben beim Gebrauch im Alltag geschehen kann. Mir sind diese Stücke wertvoller als steril herumstehende Museumsstücke, weil sie vom Leben früherer Generationen erzählen.

2. Führungen und Besuche

Besucherzahl 2018: 1030

– Internationale Werbung durch Beitritt zur Europäischen Charta (daher Plakette am Eingang zur Kirche). Daneben hängt ein schön gestalteter Plan, der einen Überblick zur Anlage bietet. Angefertigt von Dieter Gröger und Klaus Spicher. Herzlichen Dank. Hier habe ich erlebt, wie unbürokratisch man Probleme lösen kann. (Unterschied zu Schlossanlage in Bad MGH. Hier habe ich vor 1 Jahr die Anfertigung eines Plans vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde angenommen, hat aber bis heute kein Ergebnis.)

– Wir haben mehr zu bieten als nur Kirchenbesichtigung und Ordensgeschichte. Denn wir haben in der Anlage ein Modellprojekt, das die Besucher sehr interessiert. Informationen darüber sind ein Teil des Rundgangs. Um die Zusammenarbeit zu verbessern wurde Projekt Chance durch Satzungsänderung automatisch Beisitzer im Vorstand. Leider kann Hr. Greubel heute nicht anwesend sein, weil er morgen in Ravensburg eine Veranstaltung hat.

– Poblembereich Museumsbetreuung. Öffnungszeiten April bis 1.November. Mittwoch bis Sonntag 14-17 Uhr. Organisation und Verantwortung liegt alleine auf den Schultern von Margret Gröger. Entlastung notwendig. Immerhin haben wir inzwischen ein Team, das zum Einspringen bereit ist: Rosemarie Schnabel, Reinhold Heißwolf, Erwin Kött, Christine Preeg, Gertrud Schneider und ich könnten mal einen Nachmittag übernehmen. Aber wir brauchen mehr Helfer. Appell an Mitglieder

Seit 2 Jahren bieten wir auch Führung im Nonnengewand durch Gertrud Schneider und Margret Gröger an. Die Nachfrage hält sich zum Glück in Grenzen, denn auch hier haben wir das „Belastungsproblem“, weil die beiden Frauen noch andere Aufgaben haben.

Unbürokratische Lösung für den durstigen Besucher: neben Gang zum Brunnenwasser bieten wir einen Sprudel an.

 

3.Denkmaltag jeweils am 2.Sonntag im September.

Das Klosterfest wurde 2018 auf den Denkmaltag gelegt. Die Mitarbeiter von Projekt Chance übernahmen die Organisation und den Großteil der Arbeiten. Kirchengemeinde, Landfrauen und wir übernahmen verschiedene Aufgaben. Unser Beitrag bestand in der Übernahme von Führungen und einem Vortrag. Insbesondere die Führungen im Nonnengewand wurden mit Begeisterung angenommen. So soll es auch in diesem Jahr wieder gemacht werden.

4. Rauhnächte als ausgefallenes Angebot zum Jahresende. 2018 großer Aufwand, weil es mit Fackeln über die Wiese und hoch zur Schafscheune ging. Dank an Irmi und Erwin Keller, die ihre Hilfe angeboten haben. Enorme Nachfrage mit über 100 Teilnehmern, viele davon zum 2.Mal. Daher wollen wir es erneut anbieten, voraussichtlich Anfang Januar.

5. „Fortbildung“ für Mitglieder

Vortrag Tillmann Zeller zur Situation in der Landwirtschaft. Auch 2019 Vortrag festvereinbart (s. Punkt 5). Auch am heutigen Abend hierzu ein kurzer geschichtlicher Vortrag zu einer christlichen Gemeinschaft, die im Umkreis von Frauental vor 800 Jahren Fuß fasste: der Deutsche Orden

Zur Fortbildung passt auch die Besichtigung eines Klosters. Angebot in diesem Bereich war der Ausflug nach Heilsbronn. 2019 Frauenkloster Birkenfeld (Punkt 5).

Eine vorgesehene Musikaufführung in der Kirche musste wegen der Krankheit von Ernst Preininger ausfallen. In diesem Jahr klappt es hoffentlich. (S. Punkt 5)

6. Abschluss

Das Dorf wird von der Klosteranlage geprägt. Solch eine Anlage strahlt nach Außen und ist damit auch zugleich auch ein Identifikations-Objekt nach Innen. Daher bin ich noch nicht zufrieden mit der Mitgliederanzahl. Dass andererseits eine besonderes Maß an Unterstützung vorhanden ist ersehe ich aus der zweifach-Mitgliedschaft innerhalb verschiedenen Familien. Dank an Johannes Stahl für Internetaktualisierung, an Margret Gröger für weitere Bereitschaft zur Museumsöffnung, an alle Helfer für aktive handwerklich Hilfe (z.B. Rauhnachtbewirtung), an Rainer Preiss für ständige Ansprechbarkeit (und Einladung zum Wildschweinessen mit Klößen). Und an alle Helfer, die mitgearbeitet haben.

Zusammenfassend: Ich bin zufrieden mit dem 3.Jahr. Ich bin weiterhin zufrieden mit der Zusammenarbeit im Vorstand (2 Sitzungen). Lust und Frust der ehrenamtlichen Tätigkeit. Es überwiegt weiterhin die Lust.